Bruce kann’s noch immer!
Filed Under Lifestyle @ Jul 8th, 2007
Vergangenen Donnerstag war ich in “Stirb Langsam 4.0″ (Orig. “Live Free Or Die Hard”). Vorweg muss ich sagen, dass ich die Stirb Langsam Trilogie liebe. Im Vorfeld war ich also ziemlich skeptisch, ob ein 52-jähriger Bruce Willis glaubwürdig ist und ob die Story noch funktioniert und nicht zu ausgelutscht ist.
[ACHTUNG! EINIGE SPOILER!]
Mein Urteil: Klasse Film!! 8/10
Wenn man sich die Handlungsentwicklung der ersten 3 Teile ansieht, stellt man fest, dass sich das Terrain immer weiter vergrößert.
1. Hochaus
2. Flughafengelände
3. eine ganze Stadt, New York
Im viertel Teil erweitert sich der Radius auf die gesamten USA, die Handlung selbst spielt wesentlich im Osten der USA (NY, Washington DC, WV)
John McClane kämpft gegen Internetterroristen, die mit Hilfe von Hackern die gesamte USA lahmlegen wollen.
Bereits nach weniger als 5 Minuten geht die pure Action los und knapp 120 Minuten fast ohne Atempause später, ist der Zuschauer Zeuge geworden, wie wiedermal fast alles zu Bruch geht, ausser John McClane.
Dabei ist die Darstellung eines 52-jährigen Cops durch BW extrem glaubwürdig. JMcClane hat immer noch nix mit Technik zu tun (vgl. Teil2) und löst die Probleme auf seine angestammte Art.
Das Drehbuch gibt der Figur herrlich viele ironische & zynische One-Liner an die Hand.
Insgesamt hat der Film wenig Schwächen, aber einige wenige sind es dann doch sodass es insgesamt nur für eine 8/10 reicht.
1. gegenüber den vorherigen Teilen ist der Bösewicht sehr viel weniger charismatisch und muss gegen Bruce Willis ganz klar zurückstecken.
Gegen Alan Rickman oder Jeromy Irons stinkt Timothy Olyphant aber sowas von ab … schade!
2. vielleicht bin ich schon zu sehr Computerfreak, Wirtschafts-Informatiker oder so. Aber wann hört endlich mal dieses Hollywood-Computergehacke mit großen aufpoppenden Passwort-Screens, Uploadprozentbalken und dergleichen auf. Und wenn der 9300i Communicator auch ein noch zu tolles Handy ist. Sich auf alte, nicht mehr gebrauchte Satelitenfrequenzen aufhacken geht damit sicher nicht! Darüber hinaus bleibt 172.16.x.x wahrscheinlich auch nach einem Internet-Gau noch eine Nummer aus dem privaten Adressraum. Naja … gebt den Nerdteil eures Hirns einfach an der Kinokasse ab ![]()
3. Zwar sind die meisten Stunts “handgemacht” und gute ehrliche Actionarbeit, dennoch ist die Schlußsequenz (LKW vs. F35) etwas arg übertrieben und hier sieht man ihr die Herkunft aus dem Computer mehr als deutlich an.
Nichts desto trotz: Der Film rockt das Haus und ist eine würdige Stirb Langsam Fortsetzung! Bruce Willis spielt super, die Action ist rasant, Atempausen gibt es fast keine und John McClane ist der alte!
Achja. Eins darf auch nicht fehlen: Yippie Kay Yeah! Mother-f***er!
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